hintergrund
Neben den Belastungen durch immer höhere Temperaturen im Sommer spielt nach
wie vor die Wärme-Erzeugung für Heizungszwecke eine wichtige Rolle.
Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas entsteht
nicht nur das Treibhausgas CO2, sondern auch andere Schadgase und Feinstaub.
Im Zuge der Umstellungen, die auch die Europäische Union fordert, werden fossile Energieträger mittelfristig höher besteuert (ansteigender CO2-Preis) und damit teurer.
Auch die Förderung von Kohle, Erdöl und Erdgas wird zunehmend unwirtschaftlicher,
da es weniger Abnehmer geben wird.
Erste Versorger haben angekündigt, demnächst ihre Erdgasversorgung einzustellen.
Hinzu kommt die Abhängigkeit von Förderländern, die allein in der Lage sind, unseren
immer noch hohen Energiebedarf zu decken.
Grundlage für die einzuschlagenden Pfade war zunächst das Gebäudeenergiegesetz (GEG)
aus dem Jahr 2020, das die einzuhaltenden Vorgaben, Fristen und Alternativen beschreibt.
Das Gebäudeenergiegesetz löste ab November 2020 die Regelungen des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG),
der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) ab.
Es setzt auch europäische Vorgaben zur Energieeinsparung bei Gebäuden (EPBD) um.
Damit bei uns die Ziele im Gebäudesektor erreicht werden, wurde das GEG 2024 novelliert.
Ab Januar 2024 wurden insbesondere die Vorgaben für den Einbau neuer Heizungen neu geregelt
und in einen zeitlichen Rahmen gesetzt.
Das häufig zitierte „Heizungsgesetz“ war also kein eigenes Gesetz, sondern
Bestandteil des GEG.
Im Juli 2026 wurde das GEG erneut geändert und in Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) umbenannt.
Dabei wurden insbesondere die Vorgaben für Heizungsanlagen technologieoffener gestaltet.
Die bisherige Vorgabe, dass neu eingebaute Heizungen grundsätzlich mindestens 65 % erneuerbare
Energien nutzen müssen, entfiel. Eigentümer können damit wieder freier zwischen verschiedenen
Heizsystemen wählen. Langfristig bleibt jedoch das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bestehen.
Das GModG bildet damit heute die gesetzliche Grundlage für die energetischen Anforderungen
an Gebäude und deren Wärmeversorgung.